Umkehrosmose
Eine Umkehrosmose-Anlage presst Wasser durch eine sehr feine Membran. Heraus kommt fast reines Wasser. Das ist gründlich, aber für normales Leitungswasser meistens mehr, als nötig ist.
Was die Membran zurückhält
Die Membran lässt praktisch nur Wassermoleküle durch. Zurück bleiben gelöste Salze, Nitrat, Kalk, Schwermetalle, PFAS und Keime. Vor der Membran sitzen meist Vorfilter mit Sediment und Aktivkohle, die die Membran schützen.
Was du dafür in Kauf nimmst
- Abwasser. Ein Teil des Wassers spült die zurückgehaltenen Stoffe weg und geht in den Abfluss. Wie viel, hängt vom Gerät ab. Frag nach dem Verhältnis von Rein- zu Abwasser.
- Keine Mineralien. Auch Kalzium und Magnesium fehlen danach. Viele Anlagen haben deshalb eine Nachmineralisierung. Für die Versorgung mit Mineralien zählt ohnehin vor allem das Essen.
- Wartung. Vorfilter und Membran müssen regelmäßig getauscht werden. Hat die Anlage einen Vorratstank, muss auch der hygienisch sauber bleiben.
- Platz und Einbau. Unter der Spüle braucht die Anlage Platz, dazu Strom bei Geräten mit Pumpe und einen Anschluss an den Abfluss.
Wann Umkehrosmose sinnvoll ist
Bei einem eigenen Brunnen mit viel Nitrat. In einer Region mit dokumentierter PFAS-Belastung, solange der Versorger noch nachrüstet. Oder wenn du Wasser für einen speziellen Zweck brauchst, etwa für ein Aquarium. Für normales Leitungswasser, das alle Grenzwerte einhält, ist eine Anlage meist nicht nötig.
WaterKnow empfiehlt Umkehrosmose nur, wenn ein eigener Messwert dafür spricht – nicht aufgrund einer regionalen Schätzung allein.
Was gilt für dein Wasser?
Gib deine Postleitzahl ein. WaterKnow zeigt Härte, Nitrat und bekannte Auffälligkeiten deiner Region und sagt ehrlich, ob ein Filter etwas bringt.
Häufige Fragen
Entfernt Umkehrosmose PFAS?
Ja, eine intakte Membran hält PFAS weitgehend zurück, auch die kurzkettigen. Entscheidend ist eine regelmäßige Wartung.
Ist Umkehrosmose-Wasser ungesund, weil Mineralien fehlen?
Die Mineralien im Leitungswasser tragen nur wenig zur Versorgung bei, der Großteil kommt aus der Nahrung. Viele Anlagen mineralisieren das Wasser trotzdem nach, auch wegen des Geschmacks.
Wie viel Abwasser entsteht?
Das hängt stark vom Gerät ab. Seriöse Hersteller geben das Verhältnis von Reinwasser zu Abwasser an.